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Was ist Medibation?

Medibation ist die Kombination aus – Meditation und Masturbation. Diese sinnliche und entspannende Körpererfahrung mit sich selbst verbindet die beiden Praktiken miteinander und eröffnet neue Möglichkeiten für intime Selbstliebe und Körpererfahrungen mit sich selbst. Zunächst aber ein paar Worte zu den beiden Bestandteilen:

Meditation ist in den letzten Jahren mehr und mehr in der westlichen Welt angekommen. Zahlreiche Studien belegen die positive Wirkung auf unser Gehirn, Nervensystem und Wohlbefinden. Einfach einmal die Augen schließen, ruhig atmen und zu sich kommen, den Körper bewusst spüren, Gedanken ziehen lassen.

Das allein ist eine Basis, für erfüllteren Sex. Nur wer seinen Körper spürt, wer die Gedanken ziehen lassen, wer loslassen und sich fallen lassen kann, der kann sinnliche Berührungen wirklich wahrnehmen.
„Sich fallen lassen“ – ist die Antwort, dich ich bisher am häufigsten gehört habe, wenn ich Frauen gefragt habe, was es für guten Sex braucht. Und das passiert zumindest in einem ersten Schritt beim Meditieren: Man kommt raus aus dem Kopf, aus den Zweifeln und den Gedanken und spürt sich und seinen Körper.

Meditationslehrer berichten immer wieder darüber, dass gerade Frauen, die entweder noch nie einen Orgasmus hatten oder, denen es schwerfällt, zum Höhepunkt zu kommen, allein durch das Meditieren die Fähigkeit entwickeln, überhaupt oder leichter zum Orgasmus zu kommen. Und wir sprechen noch nicht von Medibation, sondern nur von Meditation.

Meditation für sich stärkt bereits das Körperempfinden und erhöht damit die sinnliche intime Qualität beim Sex.

Masturbation

Auch hierzu gibt es ein paar wichtige Dinge zu sagen, bevor wir zur magischen Kombination kommen.

Masturbation – dieses gänzlich unschön klingende Wort, dessen Klang so viel Sinnlichkeit wie eine Knie OP hat, spricht vor allem Frauen nicht besonders an. Hinzu kommt die Scham, das vermeintlich Böse oder Schlechte, das viele Frauen im Laufe ihres Lebens so gelernt, erlebt und verinnerlicht haben. Inklusive mir.

An dieser Stelle möchte ich diese Folge wieder einer Freundin widmen, mit der ich eins der ersten Gespräche geführt habe – ohne Aufzeichnung, ohne überhaupt zu wissen, dass es diesen Blog und diesen Podcast geben wird. Wir sprachen über Masturbation … als sie mir erzählte, dass ihr bei der Beichte drei Rosenkränze auferlegt wurden und sie versprechen musste, dass sie es nie wieder tut. Das passierte ihr im zarten Alter von 14 Jahren. Inzwischen ist sie 46 und lacht darüber. Doch die „Marke“ von damals wirkte noch lange nach.

Ein Beispiel, das stellvertretend für alle steht. Ein Beispiel, das zeigen soll, dass es sie gibt, die Scham, sich selbst und seinen Körper zu lieben und zu ehren. Was ich damit sagen will, falls du dieses Gefühl kennst und teilst, dann sieh diesen Artikel, diese Episode als Beweis und Zeichen, dass du nicht allein bist und dass es Zeit ist, zu heilen und die Scham abzulegen und Medibation ist eine wundervolle Praktik dafür.

Was ist Medibation?

Medibation ist eine sinnliche, entspannende Körpererfarhung mit sich allein – frei, geführt, spirituell, sexy. Die Möglichkeiten sind vielfältig. So wie es beim Meditieren gibt es auch bei der Medibation unterschiedliche Formen:

Das freie Medibieren

Die einfachste Form. Schaffe dir einen ruhigen Moment, einen Ort an dem du ungestört bist und damit sicher. Das ist wirklich wichtig. Das kann dein Schlafzimmer oder auch wo anders sein.

  1. Die Vorbereitung

Wenn du dir etwas richtig Gutes tun willst, dann bereite den Raum vor. Erschaffe dir einen ganz persönlichen Spa, eine Göttinnen Atmosphäre: Kerzen, Blumen, Duftöl, wenn du das magst. Bequeme Kissen, Decken, Stoff, Musik. Das alles trägt zu einer besonderen Stimmung und Energie im Raum bei. Denn es geht darum, dass du dich und deinen Körper ehrst und liebst. Aber natürlich muss das auch nicht sein, du kannst es auch ganz schlicht halten. Das entscheidest du. Wichtig ist eben nur, dass du ungestört bist.

2. Der Beginn

Die Medibation beginnt wie eine Meditation. Du beginnst damit, bewusster zu atmen. Wenn du direkt sitzt oder liegst kannst du auch die Augen schließen. Spüre mit deinem Atem in deinen Körper und dann beginn damit, dich selbst zu berühren. Das kann einfach ein sanftes Berühren deiner Arme sein, deiner Hände, Schultern, deinen Beinen. Lass die Bewegungen fließen und wenn du merkst, dass du dich intim berühren möchtest, dann lässt du deinen Händen freien Lauf. Wichtig zu wissen:

3. Lass dir Zeit und es gibt kein Ziel!

Medibation heißt nicht, seine Klitoris zu reiben, um möglichst schnell zu kommen oder bis man kommt. Das ist ein schnelles Erlebnis und kann auch sehr schön sein. Aber es hat nicht im Geringsten die Kraft und die Erfüllung einer richtigen Medibation.

Medibieren heißt Genießen, Auskosten und sich im sinnlichen Erleben zu verlieren, um sich dann wiederzufinden. Wenn die Erregung stärker wird und du spürst, dass en Orgasmus kommt, dann versuche hin hinauszuzögern. Es geht darum, dich und deinen Körper zu spüren, zu ehren, zu lieben. Stell es dir so vor, als ob du ein Stück Schokolade lutschst und genießt, so lange wie möglich, anstatt eine ganze Tafel in Nullkommanichts zu verschlingen. Gib dir Zeit und das sinnliche Erleben wird sich so wie der Geschmack entfalten. Und wie gesagt, der Orgasmus kann kommen ist aber wie gesagt nicht das Ziel, mit dem man eine Medibation beginnt.

Du kannst dich äußerlich und innerlich berühren. Entweder mit deinen Fingern oder auch mit einem Sextoy, einem Dildo oder, wenn du dir etwas wirklich Gutes tun willst und wenn du auf spirituelle Erlebnisse stehst, dann ist ein Stab oder Dildo aus Kristall zu empfehlen. (Obsidian soll besonders hilfreich sein, wenn es darum geht, sexuelle Scham und Schuld loszulassen und zu heilen.) Denn ja genau das ist ein Effekt von Medibation: Sexuelle Scham loszulassen und innerlich zu heilen!

Wichtig ist aber auch, dass es keine Penetration sein muss. Medibation geht auch rein äußerlich und intim durchaus nur über das Berühren der Klitoris, mit den Fingern oder mit einem Druckwellenvibrator, den man einfach nur auf die Klitoris legt. Was besonders für Frauen, die entweder das Eindringen nicht so genießen oder die leicht Blaseninfekte bekommen durchaus eine wunderbare Lösung sein kann.

4. Die Atmung

Achte auf deinen Atem. Atme bewusst, ein und aus. Zum Beispiel durch die Nase ein und durch den Mund aus. Es gibt verschiedene Atemtechniken, die die Medibation intensivieren können, aber darüber sprechen wir ein anderes Mal. Wichtig ist für den Start einfach das bewusste Atmen, das dann bei steigender Erregung von ganz alleine intensiver wird und dann auch nicht in dem Maße kontrolliert werden muss.

Es kann sein, dass beim Medibieren, wie auch beim Meditieren Gefühle in dir aufkommen, negative, unschöne Gefühle oder auch direkt sehr befreiende. Wichtig ist, es ist normal. Atme weiter, in diese emotionalen Zustände und unterstütze dich dadurch in deiner Befreiung und Heilung.

5. Mantras oder Affirmationen

Hier kommt ein Element aus der Meditation zum Tragen. Sage und denke dir während der Medibation positive Mantras oder Affirmationen, wie z.B.:

  • Ich liebe mich
  • Ich bin schön
  • Ich bin weiblich.
  • Ich bin wunderbar
  • Ich bin da für mich

Durch die Berührungen bringst du die Worte, die Mantras stärker in deinen Körper als beim Meditieren allein. Du kannst es dir so vorstellen, als ob es wie eine Massage ist, bei der du die guten Worte in dich massierst und reibst.

Geführtes Medibieren

Bei einer geführten Medibation ist die Vorbereitung die selbst. Der Unterschied ist, dass auditive, also sprachlich angeleitete Medibationen mit Sprache oder mit Sprache und Musik dich dabei anleiten und dich in dem Erleben unterstützen.

Das kann eher meditativ sein, spirituell und bewusstseinserweiternd oder durchaus auch erotisch über Geschichten, Dialoge, Fantasien. Dadurch, dass du angeleitet und geführt wirst ist es leichter, bei der Sache zu bleiben und nicht doch wieder in hinderliche Gedanken abzudriften. Das Führen ist eine Hilfestellung und auch der Wegweiser in Neues, was du vielleicht bisher nicht erlebt hast.

Beispielsweise wenn das Empfinden geführt und man dadurch seine Aufmerksamkeit ganz bewusst auf bestimmte Körperregionen lenkt und anderes ausblendet oder sich von der Erregung zu trennen, sie zu steigern und sie dann mit voller Intensität wieder in seinen Körper zu lassen.

Bisher weiß ich von keinem Anbieter, der explizit Medibationen, bzw. geführte Medibationen anbietet. Möglicherweise etwas, was ich dir ermöglichen kann. Bisher habe ich noch nicht damit begonnen. Ich gebe bereits seit längerer Zeit Meditationen, aber bisher keine Medibationen. Ich praktiziere Medibation und schätze es wirklich sehr und überlege es, dir durch geführte Medibationen ebenfalls zu ermöglichen.

Wenn du dazu auf dem Laufenden gehalten werden willst, dann trage dich in den Shame Off loveletter ein, du findest das Formular rechts neben dem Artikel. Dann bist du direkt bei den ersten, die von den Neuigkeiten und Möglichkeiten erfahren. Oder schreibe mir gern, entweder hier in den Kommentaren oder auch mit einer persönlichen Nachricht. Vielleicht hast du ja auch Wünsche …?

Damit schließe ich das Thema Medibation fürs Erste ab und hoffe, dass ich dir Lust machen konnte, dir ein solches, sinnliches und entspannendes Erlebnis zu gönnen und es vielleicht sogar zu einer spirituellen, sinnlichen Praktik für dich werden zu lassen.

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