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Die Perfektionistin im Bett

… oder was man von einem nicht ausgewählten Mikrofon lernen kann

Das ist die zweite Folge von Shame Off und tatsächlich läuft es schon jetzt anders als geplant. Aber ich muss sagen, nach dem ersten Schreck ist es tatsächlich das Thema für die zweite Folge.

Was war passiert? Ich habe die ersten Folgen von Podcasts online gestellt. Sie wurden veröffentlicht und ich war gerade fleißig dabei, Freunden zu schreiben, dass der Podcast jetzt da ist und sie reinhören können als mir ein Freund schreibt: “Also Katya, irgendwas stimmt mit deinem Mikro nicht. Irgendwas stimmt mit deinem Ton nicht. Du hast jedoch ein echt gutes Mikro gekauft für diesen Podcast. Aber der Sound, der ist irgendwie nicht so richtig dolle.”

Was war passiert? Nach kurzem Checken war klar – ich hatte immer schön ins gute Mikro gesprochen, aber es war nicht ausgewählt und damit waren alle Aufnahmen, die ich bisher gemacht habe – die jetzt online waren und alle, die ich im Petto hatte für eine entspannte Veröffentlichung … für die Ablage P oder eher gesagt für den Delete Button.

Im Moment der Erkenntnis, ein Weltuntergang. Nach einem Glas Wasser, einem Kaffee und einer Meditation dann die Erkenntnis: Perfektion im Bett. Das ist das Thema für heute.

Denn, das etwas nicht so klappt, wie wir es planen oder uns vorstellen passiert uns doch auch im Bett. Das erste Date oder das hundertste Date. Das Candle Light Dinner, das perfekt sein soll, damit es danach zum perfekten sexy Dessert kommt. Oder wir planen ein Rollenspiel, von dem beide schon lange träumen.

Was auch, es gibt so vieles, was wir nicht dem Zufall überlassen wollen und dann, dann passiert es. Irgendetwas kommt dazwischen und es wird nichts. Es funktioniert nicht. Sei es, dass der andere einen schlechten Tag hatte und nicht in der richtigen Stimmung ist. Vielleicht versagt das Deo oder du bekommst eben doch deine Tage. (Im Prinzip ja nicht schlimm, nur in der Perfektion eben nicht vorgesehen).

Es gibt so viele Dinge, die dann passieren können und die sich erst einmal anfühlen, wie der Weltuntergang, wie die Katastrophe. Und in dem Moment vergessen wir das leider immer wieder. Aber natürlich ist nichts davon ein Weltuntergang. Überhaupt NICHT.

Aber in dem Moment, im Moment der Panne, ist es für uns genau das. Und was wir dann spüren, was auf uns wartet hinter der Perfektion, die gerade aus dem Spiel befördert wurde ist das bohrende Gefühl – Scham. Scham nichts anderes als Scham.

Ja und was dann passiert ist tatsächlich auch eine Parallele zu meinem Podcast Erlebnis. Es folgt entweder der Impuls von – bitte lass mich im Boden versinken oder von blindem Aktionismus. Irgendwas machen, um die Situation zu retten. Und damit kommen wir ja noch mehr in unseren Kopf kommen und wir verschlimmbessern anstatt es loszulassen und uns zu öffnen für das, was danach auf uns wartet. Die wirkliche Freiheit.

Ich weiß nicht, warum wir das immer wieder vergessen?

Wahres Fallenlassen ist der Schlüssel zu gutem Sex und das geht nur ohne Perfektion. Wenn der Kopf präsenter ist als der Körper, dann ist wahre Nähe, wahre Intimität und wirkliche Ekstase schlichtweg nicht möglich. Und das ist vielleicht sogar eine Seite der Perfektionistin oder ein Effekt, den wir vielleicht noch gar nicht so gesehen haben.

Perfektionismus hält uns zurück!

Er hält uns davon ab, dass wir uns fallen lassen. Dass wir uns einlassen auf den wirklich wahren aktuellen Moment, auf das Hier und Jetzt, wie es auch in der Spiritualität immer wieder genannt wird.

Perfektionismus lässt unseren Kopf arbeiten und schaltet unseren Körper ab und bringt uns damit um die wahrlich tollen Erlebnisse.

Wer weiß vielleicht ist ein belegtes Brot oder eine Tüte Chips am Ende viel lustvoller, viel besser als ein steifes, perfekt gekochtes Essen? Vielleicht ist es das Schönste überhaupt, wenn wir uns gemeinsam im Arm liegen und laut und herzlich darüber lachen, was und wie es in die Hose gegangen ist. Vielleicht ist es das pure Glück, das auf uns wartet, das uns finden will!

Was für eine Erkenntnis und das alles nur wegen eines nicht angeschalteten Mikros. Danke Universum!

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