Filmprojekt / Shame: Off

Warum ausgerechnet Scham?

Wir, das heißt wir, die dieses Projekt starten, genau wie du, die diese Zeilen liest haben etwas gemeinsam. Wir haben Angst vor der Scham.

Sie ist dunkel und ein zutiefst unangenehmes Gefühl. Keiner ruft laut „Hier“, wenn es um Scham geht. Wir wollen sie um jeden Preis vermeiden. 

Scham ist die Angst, dass wir für eine zwischenmenschliche Beziehung nicht gut genug sind – für eine Beziehung mit anderen und sogar mit uns selbst.

Auch wenn wir in einer Welt leben, in der scheinbar alles möglich ist, es weder Grenzen noch Tabus gibt, ist sie doch überall. Die Scham bestimmt, leitet und formt unser Leben, unser Verhalten und unsere Entscheidungen – viel mehr als wir denken.
 

In einer ersten Umfrage mit Frauen zwischen 25 und 65 Jahren wurde genau das sehr deutlich.

 

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Frauen schämen sich ...

wenn sie Sex haben.

wenn sie keinen Sex haben.

wenn sie zu viel Sex wollen. 

wenn sie zu wenig Sex wollen.

wenn sie sexuelle Bedürfnisse haben.

wenn sie keine sexuellen Bedürfnisse haben. 

wenn sie zu früh Kinder bekommen.

wenn sie zu spät Kinder bekommen

oder wenn sie gar keine Kinder bekommen.

Die Scham ist überall!

Hinter dem Schweigen sind zutiefst persönliche, schmerzhafte und ergreifende Geschichten. Jede Frau denkt, dass sie ganz alleine nicht gut genug. Jede Frau denkt, dass mit ihr etwas nicht stimmt.

Die Wahrheit ist aber, dass die Scham uns alle betrifft. Nur niemand spricht darüber!

Wir sind so beschämt über unsere Scham, dass wir keine Worte dafür finden und wir lieber schweigen und uns mit Selbstzweifeln quälen, als darüber zu sprechen!

„Mein Freund und ich haben eigentlich guten Sex, aber ich habe trotzdem Angst, dass es ihm nicht reicht und er Pornos schaut und sich anderen Sex wünscht, als ich ihm biete.“

„Ich wollte immer Kinder haben, konnte aber keine bekommen. Ich fühle mich nicht wie eine richtige Frau. Sex ist deshalb schon lange nichts mehr für mich.“​

„Seit unser Sohn auf der Welt ist habe ich kein Verlangen mehr. Ich weiß, dass ich sollte. Es gehört zu einer glücklichen Beziehung und ist wichtig.“

„Ich liebe Sex, so sehr, dass ich mich dafür schäme. Ich habe oft das Gefühl zu viel zu sein, zu viel zu wollen, frage mich, ob ich falsch bin. Manchmal hasse ich mich dafür.“

Was sind die Folgen?

Durch die Scham stellen wir uns und unseren Wert als Frau ständig in Frage –
ohne, dass es uns bewusst ist.
 
Wir zweifeln an unsere Bedürfnisse. Wir verurteilen uns oder hassen uns gar selbst.
 

Die Folgen? Minderwertigkeitsgefühle, Unsicherheiten, Ängste, Depressionen, Missverständnisse, Streit, Beziehungsprobleme, Essstörungen …

Die Liste ist lang. Der Preis ist hoch, viel zu hoch. 

 

Es ist Zeit,

dass wir das Schweigen brechen.

dass wir Worte für unsere Gefühle finden.

dass wir Wärme und Mitgefühl empfinden.

dass wir Erlaubnis geben.

dass wir Verständnis zeigen.

dass wir uns selbst neu kennenlernen,

dass wir uns selbst neu erleben – unbefangen und stärkend.

für die Freiheit hinter der Scham.

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